Wer ärgert sich nicht darüber, nach jeder Diät wieder zuzunehmen? Manche begnügen sich da vielleicht mit ein oder zwei Kilo, andere nehmen alles wieder zu, was sie abgenommen haben (ein Mann, der gefastet hatte, berichtete, er hätte in der Zeit des Fastens 11 Kilo abgenommen, aber 3 Monate später wäre alles wieder draufgewesen, und das, obwohl er abnehmen wollte), einige sogar noch „mit Zinsen“, sprich sie erreichen dann ein Gewicht, das sogar höher ist als das, was sie vor der Fastenkur oder Diät hatten.

Furchtbare Vorstellung, und man sollte meinen, dass wir alle, die wir zu Übergewicht neigen, das eigentlich würden mit allen Kräften verhindern wollen, aber so scheint es nicht zu sein. Nach einer Diät ist das verständlich, denn da musste man sich alles versagen, was man gern isst (ich sage nur: Kohlenhydrate 😉) oder seine Essensmenge generell reduzieren (wenn man nach der Energiedichte isst, worüber ich auch schon hier geschrieben habe, muss man das nicht, dann ist es sogar mengenmäßig mehr, nur kalorienmäßig weniger), aber nach dem Fasten? Damit will man doch nicht nur abnehmen, sondern auch etwas für seine Gesundheit tun. Einige anscheinend nicht, sie betrachten Fasten wirklich wie eine Diät – und was ist die unausweichliche Folge? Der Jojo-Effekt.

Wenn man nach dem Fasten jedoch natürlich schlank isst, kann der Jojo-Effekt gar nicht eintreten. Auch dann nicht selbstverständlich, wenn man Natürlich schlank von Anfang an als Abnehm-Methode benutzt. Denn dann gewöhnt man sich gleich daran, richtig zu essen und nicht zu viel zu essen, vor allem auch nicht zu viel von den Dingen, die manchmal einfach sein müssen (ein Leben ohne Schokolade ist möglich, aber sinnlos – um hier mal Loriot in abgewandelter Form zu zitieren 😉).

Was passiert also nach dem Fasten? Da geht man zuerst einmal in den Aufbau, um seinen Magen und seine übrigen Verdauungsorgane erst einmal wieder ans Essen zu gewöhnen. Und schon da muss man sehr aufpassen. Aufbau bedeutet nicht Essen wie vorher. Nein, nein, nein. Ganz und gar nicht. Auch bedeutet es nicht, gleich wieder Alkohol zu trinken oder zu rauchen. Das Rauchen sollte man nach dem Fasten gar nicht erst wieder anfangen, wenn man es so lange geschafft hat, darauf zu verzichten.

Und mit dem Alkohol sollte man so lange warten, bis man wieder normal isst, also ein paar Wochen. Und dann eben auch nur ein Gläschen Wein zum Essen und nicht gleich große Mengen. Einmal in der Woche Alkohol zu trinken reicht völlig. Wenn man nicht ganz darauf verzichten will. Man sollte auch bedenken: Wer jeden Tag Alkohol trinkt, gilt als Alkoholiker. Will man das wirklich sein?

Bei Natürlich schlank geht es in erster Linie ums Essen, darum, dass man nicht mehr isst, als der Körper verlangt, aber es geht auch um eine gesunde Lebensführung, einen gesunden Lebensstil, und dazu gehört, dass man nicht jeden Tag Kuchen isst oder Alkohol trinkt. Kuchen gehört zum Sonntagsnachmittagskaffee einmal in der Woche, es ist kein tägliches Lebensmittel genauso wenig wie Alkohol. Und genauso wie Fleisch, dass höchstens zweimal in der Woche auf den Tisch kommen sollte ebenso wie Wurst. Wobei man auf Wurst wirklich ganz verzichten kann, wenn man erst einmal weiß, was da alles drin ist.

Es geht um natürliche und vor allem naturbelassene Lebensmittel, also Gemüse und Obst vom Biobauern um die Ecke am besten, und wenn man den nicht hat, aus dem zuverlässigen Bioladen oder dem zuverlässigen Supermarkt, der Bioware verkauft. Mittlerweile muss es auch nicht immer nur Frischware sein, es gibt Gemüse in einer großartigen Geschmacksqualität, das eingefroren zu kaufen ist und den Aufwand für Gemüsegerichte enorm verringert. Denn ein Stück Fleisch in die Pfanne zu werfen ist ja null Aufwand verglichen mit einem Gemüsegericht, bei dem erst einmal die Kartoffeln, die Möhren, die Zwiebeln und was sonst noch alles geschält und dann gehackt oder geschnitten werden müssen, bevor man sie überhaupt in den Topf werfen kann. In der Zeit ist das Gemüse aus der Tiefkühltruhe  schon lange fertig. Und das in einer hervorragenden Qualität, die oft noch die von Frischware übertrifft.

Viel Gemüse zu essen ist also schon mal ein Weg, den Jojo-Effekt zu verhindern. Denn Gemüse kann man in großen Mengen essen, ohne dass man allzu viele Kalorien zu sich nimmt. Mit Gemüse ist man immer satt und kann gar nicht zunehmen.

Und dann kommt noch hinzu, dass man sich nach seinem Hunger- und Sattgefühl richtet. Das heißt, nach dem Fasten ist praktisch alles im Körper auf Null zurückgesetzt, ich kann also ganz neu anfangen mit meinen Essgewohnheiten, nichts muss so bleiben, wie es vorher war. Ich warte auf meinen Hunger, esse erst dann und esse  s e h r  l a n g s a m. So langsam wie möglich. Lege nach jedem Bissen meine Gabel oder meinen Löffel wieder hin. Genieße den Geschmack in meinem Mund, kaue gemütlich, genieße die Konsistenz dessen, was ich da esse. Warte auf mein Sattgefühl und höre auf, sobald ich das Sättigungsgefühl verspüre. Egal ob mein Teller noch halbvoll ist. Das macht nichts. Das kann ich das nächste Mal essen.

Auf diese Art ist es völlig unmöglich, dass ein Jojo-Effekt eintritt. Denn man isst nie mehr, als man braucht. Und wenn man mal Lust auf ein Stück Kuchen hat, warum nicht? Aber auch das sollte man dann langsam und sehr genüsslich essen. Und wenn man satt ist, hört man auf. Dann wird von den meisten üblichen Kuchenstücken, die man so in Cafés serviert bekommt, wohl einiges übrigbleiben. 🙂 Man ist aber trotzdem satt und zufrieden, das ist das Wichtige dabei. Deshalb sollte man sich nichts versagen. Das ist das Prinzip von Natürlich schlank

Warum tritt ein Jojo-Effekt ein? Weil man dieses Prinzip missachtet. Wenn man das nicht schon die ganze Zeit getan hätte, wäre man ja auch gar nicht dick geworden. Hätte ich mich mein Leben lang nach Natürlich schlank gerichtet, brauchte ich mir keine Sorgen um mein Gewicht machen, ich hätte mein Normalgewicht nie verlassen und müsste jetzt nicht darum kämpfen, es wiederzuerlangen.

Da dieser ideale Zustand aber meistens nicht vorhanden ist, gilt es, die Regeln von Natürlich schlank in den Alltag einzubauen, damit man wenigstens nicht wieder zunimmt, nachdem man – oft sehr mühsam – ein paar Kilo abgenommen hat. Oftmals wird der JoJo-Effekt als unausweichlich angesehen, aber warum eigentlich? Dafür gibt es keinen Grund. Der Jojo-Effekt ist hausgemacht, ebenso wie unser Übergewicht, also können wir auch dafür sorgen, den unerwünschten Effekt zu vermeiden und weiter abzunehmen (wenn wir das wollen) oder auf jeden Fall nicht wieder zuzunehmen. Es ist unsere Entscheidung. Der Jojo-Effekt ist nicht irgendeine Strafe, die einfach so vom Himmel fällt. Er ist die Folge unseres Verhaltens. Und unser Verhalten können wir ändern.

Also immer auf den Hunger warten, immer langsam essen, immer aufhören, wenn man satt ist. Und immer viel Obst und Gemüse im Haus haben für den kleinen Hunger zwischendurch. Denn jetzt mal ehrlich: Was ist leckerer? Eine frische, reife Mango oder irgendein zuckerverseuchtes Anti-Essen aus der Tüte?

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